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Verständlich erklärt

ChatGPT, Gemini, Copilot: Was ist der Unterschied?

✓ Zuletzt geprüft am 16.07.2026

ChatGPT, Gemini, Copilot — vielleicht haben Sie diese Namen schon durcheinander gehört. Drei Namen, drei Firmen, und alle reden von Künstlicher Intelligenz. Da liegt eine Sorge nahe: „Was, wenn ich das falsche wähle?" Die gute Nachricht gleich vorweg: Sie können nichts falsch wählen. Alle drei funktionieren im Kern gleich. In diesem Artikel sortieren wir die Namen, damit Sie beim nächsten Gespräch mitreden können.

Das Wichtigste zuerst: Alle drei machen dasselbe

Alle drei Programme sind sogenannte Chatbots — Programme, mit denen Sie sich schreiben können wie mit einem Menschen. Sie tippen eine Frage ein, das Programm antwortet in ganzen Sätzen. Alle drei können Fragen beantworten, Briefe entwerfen, Begriffe erklären und Ideen liefern.

Ein Vergleich: ChatGPT, Gemini und Copilot verhalten sich zueinander wie drei Automarken. Lenkrad, Gas, Bremse — alles am gewohnten Platz. Wer eines bedienen kann, kommt mit den anderen sofort zurecht. Der Unterschied liegt vor allem darin, welche Firma dahintersteht und wo das Programm eingebaut ist.

ChatGPT: der Bekannteste

ChatGPT stammt von der Firma OpenAI aus den USA. Es war das erste Programm dieser Art, das weltweit berühmt wurde. Wenn in den Nachrichten von KI die Rede ist, ist meist ChatGPT gemeint.

Sie erreichen es im Internet unter der Adresse chatgpt.com. Die Nutzung ist kostenlos, sogar ohne Anmeldung. Es gibt auch Apps (kleine Programme) für iPhone und Android-Handys, jeweils vom Anbieter OpenAI.

Gemini: die KI von Google

Gemini (sprich: „Dschemini") kommt von Google — der Firma, deren Suchmaschine Sie vermutlich kennen. Auch Gemini können Sie kostenlos im Internet nutzen.

Die Besonderheit: Google baut Gemini nach und nach in seine eigenen Dienste ein. Wer zum Beispiel ein E-Mail-Postfach bei Gmail hat oder ein Android-Handy nutzt, begegnet Gemini dort früher oder später von selbst. Es erscheint dann als Hilfsangebot, etwa beim Schreiben einer E-Mail.

Copilot: die KI von Microsoft

Copilot (sprich: „Ko-Pailot", englisch für Beifahrer im Flugzeug) kommt von Microsoft. Das ist die Firma hinter Windows, dem Betriebssystem der meisten Computer.

Auch hier gilt: Copilot ist kostenlos nutzbar und in Microsoft-Produkte eingebaut. Auf vielen Windows-Computern findet sich ein Copilot-Symbol, ebenso im Internet-Browser Edge. Vielleicht haben Sie es schon gesehen, ohne zu wissen, was es ist. Es ist schlicht der Chatbot von Microsoft — kein Virus, keine Werbung, nichts Gefährliches.

Und welches sollen Sie nun nehmen?

Unsere Empfehlung: Fangen Sie mit einem an, und bleiben Sie erst einmal dabei. Wer alle drei gleichzeitig ausprobiert, verzettelt sich leicht.

ChatGPT ist ein guter Standard für den Anfang. Es ist ohne Anmeldung nutzbar, übersichtlich und die meisten Anleitungen — auch unsere — beziehen sich darauf. Wenn auf Ihrem Computer aber ohnehin schon Copilot wartet, spricht nichts dagegen, dieses zu nutzen. Das Prinzip ist dasselbe: Frage eintippen, Antwort lesen, nachfragen.

Der Vollständigkeit halber: Es gibt noch weitere solcher Programme, zum Beispiel Claude von der Firma Anthropic. Auch dort gilt das gleiche Prinzip. Sie müssen sich diese Namen nicht merken. Wer eines der Programme bedienen kann, kann sie alle bedienen.

Ein Hinweis noch: Egal welches Programm Sie wählen — alle machen gelegentlich Fehler. Bei Fragen zu Gesundheit, Geld oder Recht sind sie nur eine Recherche-Hilfe. Sie ersetzen keinen Arzt, keinen Anwalt und keinen Berater.

Ist das sicher?

Was kostet es? Alle drei Programme sind in der Grundversion kostenlos. Jede Firma bietet auch eine Bezahlversion an, bei ChatGPT etwa für rund 23 Euro im Monat. Für Einsteiger ist das unnötig. Die kostenlosen Versionen reichen völlig.

Was passiert mit meinen Daten? Bei allen drei Anbietern gilt: Ihre Eingaben werden an die Firma übertragen und dort verarbeitet. Die Faustregel ist überall gleich. Schreiben Sie nichts hinein, was Sie einem Fremden nicht sagen würden — keine Passwörter, keine Kontodaten, keine sehr privaten Details.

Kann ich etwas kaputt machen? Nein. Sie können bei keinem der drei Programme etwas beschädigen, löschen oder verstellen. Auch die Wahl des „falschen" Programms ist unmöglich. Sie können jederzeit wechseln, ohne dass etwas verloren geht.

Ihr nächster Schritt

Sie kennen jetzt die drei großen Namen — und wissen, dass dahinter dasselbe Prinzip steckt. Wenn Sie mit ChatGPT starten möchten, begleitet Sie unser Artikel „ChatGPT kostenlos nutzen: Schritt-für-Schritt-Anleitung" durch jeden Klick. Und wer wöchentlich verständlich informiert bleiben will: Unser kostenloser Newsletter „Der KI-Brief" fasst das Wichtigste für Sie zusammen.

Porträt von Dominik Hotzy

Geschrieben und geprüft von Dominik HotzyGründer von Hallo-KI. Fragen zu diesem Artikel? Schreiben Sie mir.